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Wer hat an der Uhr gedreht? Es ist höchste Zeit zur (Mobil) Optimierung

24. September 2015 -
Wer hat an der Uhr gedreht? Es ist höchste Zeit zur (Mobil-) Optimierung

Der Herbst ist mal wieder da und damit auch wieder die Zeit für einen Blick von der Wollmilchsau auf die Situation in der Mobile Recruiting-Landschaft. Wie auch in den vergangenen zwei Jahren, hat man sich die Karriereseiten der 160 börsennotierten Unternehmen angesehen unter der Fragestellung, wie „mobile friendly“ sie sind.


Kurz und knapp: Luft nach oben ist leider auch 2015 noch mehr als genug vorhanden, aber der Zuwachs mobiloptimierter Seiten ist mit 27 % sehr erfreulich. Also haben es immerhin ein Viertel besagter Unternehmen, die seit drei Jahren regelmäßig begutachtet werden, geschafft, ihre Hausaufgaben zu machen und damit begonnen, Mobile Recruiting als wichtiges HR-Thema anzuerkennen.


Die Studie blickt aber auch weiter und schaut sich nicht nur an, inwiefern Karriereseiten mobil zu erreichen sind und dargestellt werden, sondern auch, wie Nutzererfahrung als Bewerber insgesamt mobil ausgereizt wird. Denn: Mobil erreichbar sind alle Seiten, aber mobil optimiert sollten sie sein. Doch das ist auch heute noch in mehr als der Hälfte aller Karriereseiten nicht der Fall. Beim Thema mobiloptimierte Jobbörse übrigens dasselbe Spiel: Knapp ein Viertel der analysierten Unternehmensseiten mehr bieten im Vergleich zum Vorjahr eine solche an. Aber noch über die Hälfte der Unternehmensseiten ist mit ihrer Jobbörse nicht auf den Besuch via Smartphone und Tablet vorbereitet.


Wir nehmen die Jobsuche überall hin mit, ob es gefällt oder nicht

Lange Ladezeiten, stark verkleinerte Schriften und kaum erkenn- und ansteuerbare Buttons vertreiben einem da das Interesse, sich bei entsprechendem Unternehmen zu bewerben. Und falls doch, dann gelingt dies nur in einem von fünf Fällen direkt mobil: 20,38 % der Unternehmen bieten eine mobiloptimierte Möglichkeit zur Bewerbung an. Auch hier ein Zuwachs im Vergleich zum letzten Jahr, aber nach wie vor gilt: Da geht noch mehr. Und sei es nur durch die Einbindung einer Bewerbung via Xing oder LinkedIn-Profil oder einer Blitzbewerbung.


Es bleibt also insgesamt spannend zu beobachten, wie lange es noch dauert, bis bei jedem Unternehmen angekommen ist, dass die Zeiten vorbei sind, in denen wir uns zuhause für die Jobsuche für eine oder zwei Stunden am Tag vor den Rechner setzen um ins Internet zu gehen. Wir nehmen die Jobsuche mit uns mit – ob es Ihnen gefällt oder nicht. Das PDF zur Mobile Recruiting Studie 2015 gibt es bei der Wollmilchsau direkt zum Download. Wir freuen uns auf das Ergebnis 2016.


Wenn wichtige Jobs nicht besetzt werden wollen

Eins der größten Probleme bei der aktuellen Flüchtlingsbewegung, die wir in Deutschland erleben, ist das Fehlen von Ressourcen zur Bearbeitung der Asylanträge. Zwar sind seit 2012 mit 550 sogenannten Asylentscheidern heute schon doppelt so viele wichtige Sachbearbeiter im Dienst beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge – Tendenz ist geplant steigend. Aber dennoch dauern die Bearbeitungszeiten noch immer länger, als es für die Asylsuchenden zumutbar und für die Kommunen zu kompensieren ist. Entsprechend interessant ist Svenja Hoferts Beitrag zum Personalmarketing des BAMF. Und ernüchternd. Denn wenn 10000 Bewerbungen vorliegen sollen, fragt man sich, warum sich an der Bearbeitungsgeschwindigkeit seit 2012 ebenfalls noch nichts geändert hat.


Der naheliegendste Grund, den auch Hofert anführt, ist ganz einfach, aber dennoch mit Kniff: Es fehlt das Matching zwischen Stellenausschreibung und Bewerber. Arbeitserfahrung von mindestens 18 Monaten können sicherlich etliche der 10000 Bewerber vorweisen, welche in den angegeben Studiengängen ihren Abschluss gemacht haben. Jedoch nicht im vorgesehenen Arbeitsbereich. Und hier der Kniff: Ein Quereinstieg ist hier leider laut geltendem Recht nicht drin. Eine Veränderung wird wohl so schnell auch nicht zu erwarten sein. Was traurig ist, denn dieser Personalmangel hat, wie Hofert ebenfalls anmerkt, Auswirkungen auf die Gesellschaft. Wir können nur hoffen, dass es bald sowohl einen positiven Wandel in der Gesellschaft, wie auch auf dem Arbeitsmarkt gibt – die  Grundlagen hierfür sind schließlich durchaus vorhanden.


Bildquelle: 539807/iStock/Thinkstock