Wir sind Employour

„Nie wieder Kaffee kochen“ –  mit diesem Satz hat die Entwicklung unseres ersten Portals meinpraktikum.de angefangen. Das ehemals kleine Studentenprojekt hat sich heute und mit inzwischen 5 Portalen als eines der größten Netzwerke für Nachwuchskräfte in Deutschland etabliert.


Seit Anfang 2011 steht unser Team für erfolgreiches Personalmarketing mit Ecken und Kanten. Ob Ausbildung, Praktikum, Absolventenstelle oder Traineeship, bei uns finden Berufseinsteiger die richtigen Stellen. Wir setzen nicht auf Marketing-Floskeln, sondern auf Transparenz und Glaubwürdigkeit und bringen so Unternehmen und Nachwuchskräfte zusammen. Wenn es um die Besetzung von Nachwuchsstellen geht, führt kein Weg an Employour vorbei. Praktikantisch, Azubisch, Studentisch und Absolventisch sprechen wir fließend – online wie offline.


Bei uns passt nichts in Schablonen: Das gilt für Konzepte wie für Mitarbeiter. Dieses Team macht die Suche nach dem Wunschpartner für Bewerber und Unternehmen jeden Tag ein bisschen leichter.

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„Nie wieder Kaffee kochen“ –  mit diesem Satz hat die Entwicklung unseres ersten Portals meinpraktikum.de angefangen.

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Neues aus dem Employour Blog

Über den Wolken, unter den Employouranern

Der August neigt sich dem Ende zu, die Olympia-Euphorie weicht der Vorfreude auf den Bundesligastart, bald regen sich die Leute über die Lebkuchen im Supermarkt auf (und andere regen sich über die auf, die sich aufregen) und auch die Sonne lässt sich tatsächlich noch einmal blicken. Bevor es auch für die Employouraner ins schwitzig-heiße Wochenende geht, gibt’s noch schnell den Wochenrückblick. Mit dabei: Selfies aus luftiger Höhe, Stellenanzeigen auf Facebook, Recruiting-Technologien und der Besuch von deutsche-startups.de.

#h2#Selfies aus dem Cockpit#h2#

Beim Marketing via Social Media ist es ja oft ein schmaler Grat zwischen viralem Hit und peinlicher Bruchlandung. Zu Ersterem entwickelte sich in den letzten Wochen der Instagram-Account der schwedischen Ryanair-Pilotin Maria Pettersson, die mit ihren Cockpit-Selfies nicht nur mittlerweile fast 290.000 Follower bespaßt, sondern auch dem Image ihres Arbeitgebers einen Höhenflug beschert. Die Follower-Zahl der irischen Airline dümpelt bei rund 80.000 herum – von den sympathischen, witzigen und auch mal persönlichen Einblicken der 32-jährigen Petterson profitiert die Billigfluglinie nun aber mit. Und wir sehen, wie einfach der gelungene Einsatz der sozialen Medien für eine positive Unternehmens- und Arbeitgebermarke manchmal sein kann.

#h2#Deutsche-startups.de zu Besuch bei Employour#h2#

Ganz besondere Einblicke in den Berufsalltag gab es auch bei uns: Wir bekamen Besuch von einem Reporter von deutsche-startups.de, der für die Reihe „Digitale Leute“ einen Tag lang unsere bezaubernde Ginny (Virginia) begleitet und ihr beim ganz alltäglichen Bürowahnsinn über die Schulter geschaut hat. In der Reihe geht es darum, die verschiedenen Berufe der Onlinewelt vorzustellen, und Virginia wurde als Musterexemplar einer Online-Redakteurin ausgewählt. Was macht man in einer Online-Redaktion, welche nicht so offensichtlichen Aufgaben warten dort, wie sehen die Arbeitsabläufe aus und welche Tools nutzt man? Auch wenn der finale Artikel noch nicht einsehbar ist, sind wir uns sicher, dass Virginia unser Unternehmen und unsere Zunft ganz formidabel repräsentiert hat. Danke dafür!

Björn Remiszewski

154 Leser

Snaps & Stories – Videos in den sozialen Medien & was sie mit Personalmarketing zu tun haben

Videobotschaften, die sich selbst zerstören, und einander unbekannte User, die mithilfe von Videos eine gemeinsame Geschichte erzählen? Willkommen im Web 3.0! Dass Videos unter Jugendlichen zunehmend an Bedeutung gewinnen, zeigte schon 2014 die Studie „Kinder und Jugend 3.0“ des Hightech-Verbands BITKOM. Die Umfrage ergab, dass 84 % der Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren Videos und Filme im Internet anschauen. YouTube ist dabei zwar bis heute unverändert das größte Videoportal der Welt, hat durch Facebook allerdings starke Konkurrenz bekommen – immerhin werden dort vier Milliarden Clips pro Tag geschaut. Im November 2014 wurden laut Social Bakers, einem Social Media-Analysetool, sogar erstmals mehr Videos auf Facebook als auf YouTube hochgeladen. Auch Kurzform-Video-Plattformen wie Snapchat und Vine ziehen immer mehr Nutzer an – in den USA hat Snapchat sich inzwischen sogar zum beliebtesten Social Network bei Jugendlichen gemausert. Deshalb – und aufgrund der gescheiterten Akquise von Snapchat durch Facebook – besitzt Instagram nun seit wenigen Wochen seine eigenen „Stories“. Diese folgen dem gleichen Prinzip wie Snapchat: Man kann kurze Videos aufnehmen und zu Stories zusammenstellen, die sich innerhalb von 24 Stunden automatisch löschen. Woher dieser plötzliche Erfolg von Videos kommt, was dieser Trend für Ihr Unternehmen bedeutet und wie Sie ihn im Personalmarketing nutzen können – all dem möchte ich auf den Grund gehen.

Leonie Feibig

394 Leser

Über die berufliche Reise nach Jerusalem

Während im sonnigen Rio eine Erfolgsgeschichte die nächste jagt, harren wir im kühlen und verregneten Bochum aus, bis auch wir mal wieder ein paar Sonnenstrahlen abbekommen. Im Hintergrund arbeiten wir derzeit an ein paar interessanten Neuerungen für unsere Portale, über die wir zu gegebener Zeit berichten werden. Parallel sind wir natürlich nach wie vor aber viel im Netz unterwegs und suchen Ihnen die Artikel zu HR, Social Media und dem Thema Berufseinstieg heraus, von denen wir denken, dass Sie mal reinschauen sollten. Achtung, ich schlage mit Zahlen um mich.

#h2#Viel Zahl um Nichts – für den Jobsuchenden#h2#

Los geht es mit einer Zahl von Martin Gaedt: 513.299 Absagen gingen von 253 Unternehmen raus auf Bewerbungen für rund 7701 Stellen. In seinem Blogartikel auf XING erklärt er, was – abgesehen von der Höhe der Zahl – so verdreht an der Situation ist. Für mich klingt das ein wenig nach der beruflichen Reise nach Jerusalem.

#h2#Vielfalt: Fluch oder Segen?#h2#

Noch eine interessante Zahl: Heutzutage besteht im deutschsprachigen Raum ein Angebot von rund 18.000 Studiengängen. Davon sind ca. 9660 Fächer für Studienanfänger gedacht. Auf Zeit Campus meldeten sich sechs Personen zu Wort, um diese Masse an Studiengängen zu kritisieren oder zu relativieren. Mit dabei sind zum Beispiel Frank Ziegele, Geschäftsführer des Centrums für Hochschulentwicklung und Sandra Richter, Germanistikprofessorin der Universität Stuttgart, wie auch Caroline Rehner, Komparatistik-Studentin aus Berlin. Tl;dr: „18.000 verschiedene Studiengänge führen zu einer Kleinteiligkeit, die mit Vielfalt nichts gemein hat.“

#h2#Bewerbung bitte Online#h2#

Eine letzte Zahl: 40 % der Deutschen würden sich laut der „Jobwechsel 2016“-Studie der ManpowerGroup Deutschland häufiger auf neue Stellen bewerben, wären die Bewerbungsverfahren einfacher. Vor allem Onlinebewerbungen stellen noch immer eine große Hemmschwelle dar, einen erwogenen Jobwechsel in die Tat umzusetzen. Und das, obwohl Onlineverfahren aufgrund der potentiellen Zeitersparnisse beliebt sind. Soweit nichts Neues. Interessanter erscheint stattdessen, dass laut der Studie 20 % der Deutschen Bewerbungsapps einsetzen würden – und liegen mit diesem Interesse an Bewerbungsapps weltweit vorne. Woher auf einmal dieser Wandel? Ob das was mit der fortschreitenden Digitalisierung im privaten Raum zu tun hat? Und viel wichtiger: Werden Unternehmen darauf reagieren?

#h2#Zurück zur Frage, ob Vielfalt Fluch oder Segen ist…#h2#

Auch interessant, aber nicht neu: Knapp ein Drittel der Befragten sehen das Aktualisieren der eigenen Unterlagen oder das Verfassen von Anschreiben als mühselig an. Da kommen scheinbare Lösungen wie die vom neuen Vermittlungsportal Job-Butler.com gerade recht. Mit dem Versprechen, das eigene Talentprofil an 1000 geeignete Unternehmen zu vermitteln, wäre das doch die Lösung des Bewerbungsproblems. Über die Probleme dieser Verheißung klärt Persoblogger Stefan Scheller jedoch wie gewohnt geschwind auf. Und auch ich bezweifle, ob eine solche Form der Massenbewerbung die Lösung sein soll. Rechnen wir mal: Wenn auf 1000 Bewerbungen für eine Person 1 % positive Rückmeldungen kommen, wären wir mit ungefähr 520 Bewerbern wieder bei den eingangs erwähnten 513.299 Absagen…


Bildquelle: CC0 by Paul Bergmeir

Jan-Gerrit Meyer

222 Leser

Downshifting – Wenn man von der Karriereleiter absteigen möchte

„Bei uns kann man statt der Karriereleiter auch schon mal den Aufzug nehmen.“ „Interessante Aufstiegsmöglichkeiten erwarten Sie.“ „Auf lange Sicht ist die Stelle als Führungsposition ausgelegt.“ Sätze, die vor allem Berufseinsteigern signalisieren sollen, dass eine gute Karriere immer höher, schneller und weiter verläuft. Doch sind das wirklich die wesentlichen Merkmale einer „guten“ Karriere?

#h2#Mehr Arbeit heißt oft nur „Mehrarbeit"#h2#

Jein. Natürlich möchte man sich mit der Zeit auch weiterbilden und mehr erledigen als nur die Aufgaben, die man zu Beginn des Berufslebens auch schon gemacht hat. Dabei soll der Wunsch nach „mehr Arbeit“ aber „vielfältigere Aufgaben bearbeiten können“ und nicht zwingend „mehr Arbeitsvolumen“ bedeuten. Das sollte inzwischen eigentlich jeder wissen und ist auch in der Öffentlichkeit kein Geheimnis mehr.  Zwar gibt es tatsächlich den ein oder anderen Verfechter der 80-Stunden-Woche und Burnout ist auch vermeintlich salonfähig geworden, doch der Ruf nach Jobs, die eine ausgeglichene Work-Life-Balance ermöglichen, ist schon seit langem branchenübergreifend nicht mehr zu überhören. Arbeitgeber reagieren darauf mit Teilzeit, Gleitzeit, Homeoffice und mehr Urlaubstagen. In Schweden hat man sogar schon mit dem Sechs-Stunden-Arbeitstag herumexperimentiert und die Ergebnisse sprechen für sich – also für das Wohl der Arbeitnehmer wie auch dem Nutzen für die Arbeitgeber.

 

Einigen Arbeitnehmern hilft eine solche Entschleunigung der Arbeit allein durch die Reduzierung der Arbeitszeit aber nicht weiter – sie brauchen einen kompletten Tapetenwechsel. Drei solcher Downshifter haben so auch ihren Weg zu uns ins Büro gefunden. An dieser Stelle möchte ich Sina, Jule und Anna* jedoch selber zu Wort kommen lassen und habe ihnen jeweils drei Fragen zu ihrem Downshift gestellt: Was hat sie zum Downshift bewegt, wie hat ihre Umwelt auf ihren Ausstieg reagiert und welche Vor- und Nachteile haben sich dadurch für ihr Leben entwickelt. Die Antworten zeigen: Eine „gute“ Karriere muss nicht höher, schneller und weiter gehen, sondern zum Leben der jeweiligen Person passen. Besten Dank für die Einblicke, die ihr gegeben habt!

 

#h3#Was hast du vor deinem Downshift beruflich gemacht? Wann und warum hast du dich dafür entschieden deinen alten Job für etwas Neues aufzugeben?#h3#


Jule: Ich habe mich Mitte 2014 dazu entschlossen, nicht mehr im Bereich der Gastronomie und Hotellerie zu arbeiten, einfach aus dem Grund, eine bessere Work-Life Balance zu erreichen. Aufgrund der bekanntermaßen schlechten Arbeitszeiten kann man nur sehr wenig Zeit für Familie und Freunde organisieren, sprich: Längerfristige Planungen sind einfach unmöglich, da ständig absolute Flexibilität von einem erwartet wird. Gerne war ich Gastgeber, jedoch hatte ich zu diesem Zeitpunkt auch aufgrund meines Alters eine Entscheidung zu treffen, den Beruf noch 10 Jahre weiter auszuüben oder zu wechseln.

##“ Ein Downshift ist durchaus eine sehr schwerwiegende Entscheidung im Leben, deshalb würde ich es nicht wagen, ihn jemandem zu empfehlen – schließlich geht es hier nicht um eine Restaurantempfehlung oder um ein Urlaubsziel." – Anna##

Sina: Vor meiner jetzigen Tätigkeit habe ich drei Jahre im Investor-Relations-Bereich einer Abwicklungsanstalt gearbeitet. Meine Entscheidung, mich auf eine neue Stelle zu bewerben, war gar nicht bewusst als Downshifting geplant – dafür stand ich mit 27 einfach noch zu sehr am Beginn meiner Karriere. Allerdings ist eine Abwicklungsanstalt nicht für die Ewigkeit gedacht und die Weiterbildungsmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Daher musste ich mich mit der Frage auseinandersetzen, was als nächstes kommen sollte. Eine Stelle in einer Investmentbank wäre durchaus denkbar gewesen, was gerade finanziell sehr verlockend war. Allerdings war mir klar, dass das ziemlich lange Arbeitszeiten, ein sehr kompetitives Arbeitsumfeld und höchstwahrscheinlich einen Umzug in eine andere Stadt oder ein anderes Land bedeuten würde. Was wiederum hieß, dass mein Mann und ich eine Fernbeziehung führen würden und ich noch weniger Zeit für meine Freunde, Familie und Hobbys hätte. Im Grunde musste ich mir also die Frage stellen, ob diese Einbuße mir ein schnell ansteigendes Gehalt wert waren. Und das waren sie nicht. Also richtete ich meinen Blick weg von der Finanzbranche und suchte nach Alternativen. Eine Stelle, in der ich mich weiterentwickeln und Verantwortung übernehmen kann, und die mir trotzdem genug Raum für mein Privatleben lässt – die habe ich dann auch gefunden.

 

Anna: Ich war mitzuständig für die globalen Training-&-Development-Strategien in einem Food-&-Beverage-Konzern, und hatte auch Beratungsfunktionen inne. Parallel dazu habe ich an einer Uni im Bereich Finanzen doziert. Ich habe im Durchschnitt 14 bis 16 Stunden am Tag gearbeitet und fand diesen Lebensstil toll, obwohl mir schon irgendwie bewusst war, dass etwas fehlte. Vor 5 Jahren bin ich schwer erkrankt, und musste dann feststellen, dass ich zwar einen coolen CV und Geld auf dem Konto hatte, aber keine Gesundheit, keine Zeit für Urlaub, Reisen, Entspannen oder einen Lebensgefährten. Zu diesem Zeitpunkt bin ich glücklicherweise „erwacht“ und entschied mich für eine Veränderung.

 

#h3#Lief alles am Schnürchen oder gab es Probleme? Hat man dir Angebote gemacht, um dich auf deiner alten Position zu halten?#h3#


Sina: In der Finanzbranche ist es nicht unüblich, sich in jüngeren Jahren nach zwei/drei Jahren weiterzuentwickeln. Für meine Chefs war es daher keine Überraschung, dass ich mich nach was Neuem umgeschaut hatte. Und zu bleiben, stand nie zur Debatte. Was mehr überrascht hat, waren dann die Branche und Art des Unternehmens – dass ich mich bewusst gegen den „klassischen“ Karriereweg entschieden habe, fand der ein oder andere wahrscheinlich unklug. Aber gerade viele der jüngeren Kollegen haben mir bei meinem Abschied anvertraut, dass sie es ziemlich cool von mir finden und mich um diesen Schritt beneiden.


##“Wer über Downshifting nachdenkt, sich aber nicht sicher ist, ob er diesen Schritt gehen möchte, dem empfehle ich, dass er sich mal ganz genau seine Arbeitskollegen anschaut – besonders diejenigen, die schon länger dabei sind – und sich die Frage stellt, ob diese Kollegen glücklich und ausgeglichen wirken.“ – Sina##


Anna: Meines Erachtens weißt du, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast, wenn du friedlich und ohne Zweifel darüber nachdenkst. Dann scheint auch alles mühelos zu fließen. Von dem Moment an, wo ich mich entschieden habe, habe ich innerhalb von 4 Monaten meinen Job gekündigt, alles was ich tragen konnte gepackt, bin in ein anderes Land gezogen und habe meinen jetzigen Lebensgefährten kennengelernt. Ein paar Wochen danach habe ich dann auch einen Job gefunden, der zu meinem neuen Lebensstil passte. Heute sehe ich Arbeit nur als ein Mittel, Brot auf dem Tisch zu haben. Natürlich soll sie mir Spaß machen, aber wirklich wichtig sind die Gesundheit, die Familie, Lebensqualität.

 

Meine Freunde haben mich vollkommen unterstützt. Schwere Kritik kam von Arbeitskollegen, die meinten, ich würde meinen Lebenslauf ruinieren. Ich wurde von meinem Vorgesetzten gebeten, nochmal darüber nachzudenken, habe aber keinerlei Angebote bekommen. Das war mir egal.


Jule: Da ich mich entschlossen habe, in einen komplett anderen Bereich zu wechseln, war der Einstieg zu Beginn nicht ganz einfach aufgrund der mangelnden Berufserfahrung/Ausbildung. Ich habe jedoch die Möglichkeit und Chance von meinem jetzigen Arbeitgeber bekommen, mich zu entwickeln und neue Bereiche kennenzulernen, wofür ich natürlich sehr dankbar bin. Natürlich habe ich mehrere Angebote von Arbeitgebern erhalten, in der Gastronomie zu bleiben, wenigstens aushilfsweise. Ich habe allerdings alle abgelehnt, um mich voll und ganz auf meinen neuen Job zu konzentrieren. Bis heute bereue ich diese Entscheidung nicht!

 

#h3#Welche Vor- und Nachteile haben sich durch den Downshift für dich ergeben? Weshalb würdest du den Schritt zum Downshift anderen empfehlen?#h3#


Anna: Man muss sich ernsthaft folgende Frage stellen: Was will ich? Wenn man die ehrliche Antwort dazu gefunden hat, kann man entsprechend handeln. Wenn z.B. jemandem der finanzielle Status sehr wichtig ist, und er/sie möchte bestimmte materielle Sachen nicht aufgeben, wird ein Downshift schwerfallen. Man kann eben nicht alles haben und muss Prioritäten setzen.

 

Heute führe ich ein gesundes, entspanntes Leben mit meinem Lebensgefährten, werde nicht von schlaflosen Nächten oder schwierigen Geschäftsentscheidungen geplagt. Das ist meine Priorität.

 

Ein Downshift ist durchaus eine sehr schwerwiegende Entscheidung im Leben, deshalb würde ich es nicht wagen, ihn jemandem zu empfehlen – schließlich geht es hier nicht um eine Restaurantempfehlung oder um ein Urlaubsziel. Diese Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen und die Verantwortung dafür tragen.

 

Jule: Ich denke, jeder ist da seines Glückes Schmied. Ich habe viele Menschen in meiner bisherigen Berufslaufbahn kennengelernt. Viele waren mit ihrer beruflichen Situation zufrieden, andere wiederum nörgelten ständig rum, was ihnen alles an ihrem Job nicht gefällt etc. Ich bin der Meinung, dass jeder Arbeitnehmer selbst die Entscheidung treffen kann, zu wechseln oder sich beruflich umzuorientieren. Diese Entscheidung ist in meinen Augen allerdings alterstechnisch begrenzt. Die Wenigsten tun dies jedoch, weil sie vielleicht nicht flexibel genug sind oder womöglich Angst vor einer neuen Herausforderung haben. Für mich war die Entscheidung, in einen anderen Bereich zu wechseln, mit eine der besten, die ich in den letzten Jahren getroffen habe.

 

Man sollte diese Entscheidung im Gesamtpaket betrachten. Abstriche sollte man immer machen können. Geht es einem ums Geld, viel Urlaub, neue Herausforderungen oder weniger Urlaub, dafür freiere Arbeitszeiten, etc.? Man sollte ganz klar Prioritäten setzen, mit welchen Vor-und Nachteilen ein Downshift verbunden sein könnte und ob vorher bzw. nachher die Vorteile bzw. die Nachteile überwiegen. Ich kann einen Downshift nur wärmstens empfehlen, vor allem, wenn einem schon diese eine Frage durch den Kopf geht: „wenn nicht jetzt, wann dann?!“

 

Sina: Es hat für mich eigentlich nie einen Moment gegeben, in dem ich einen Nachteil ausmachen konnte. Die finanziellen Einbußen hielten sich bei mir in Grenzen und wurden durch verschiedenste Faktoren abgefedert. Ich musste z.B. keine teuren Kostüme mehr kaufen und nicht mehr so viele Essen auswärts bezahlen. Das sind Einsparungen, die ich vorher gar nicht so auf dem Schirm hatte. Hätte ich die Entscheidung zum Wechsel ein paar Jahre später getroffen, wäre dieser Punkt wahrscheinlich etwas schmerzhafter gewesen. Der entscheidende Vorteil ist vor allem, dass ich ausreichend Zeit für Familie und Freunde habe und das enorm zur Lebensqualität beiträgt. Letzten Endes muss aber jeder für sich selbst entscheiden, was man unter einem erfolgreichen Leben bzw. unter einer erfolgreichen Karriere versteht. Wer über Downshifting nachdenkt, sich aber nicht sicher ist, ob er diesen Schritt gehen möchte, dem empfehle ich, dass er sich mal ganz genau seine Arbeitskollegen anschaut – besonders diejenigen, die schon länger dabei sind – und sich die Frage stellt, ob diese Kollegen glücklich und ausgeglichen wirken. Würde man mit deren Leben tauschen wollen? Die Antwort darauf kann sehr hilfreich bei der Entscheidung sein. ;-)


Was sind Ihre Erfahrungen mit dem Thema Downshifting? Wir sind auf Ihre Geschichten gespannt :)

*Name geändert.


Bildquelle: CC0 by Rodion Kutsaev

Jan-Gerrit Meyer

722 Leser

Mehr als nur „Don’t feed the troll” – Warum (gutes!) Community Management so wichtig ist

Die Internet-Community ist eine liebenswerte, aber auch sensible Spezies. Sie besteht sowohl aus Fans als auch aus Fanatikern, aus Treuen wie Trollen, aus Konstruktiven, aber auch Krawalllüsternen. Und ein jeder von ihnen will gehört und bei Laune gehalten, ernstgenommen und wahrgenommen, informiert und unterhalten werden. Ansonsten droht ihr Zorn und ein offen ausgetragener Shitstorm, aus dem man nur allzu leicht als Verlierer mit gewaltigem Imageschaden hervorgehen kann. Aber nicht nur zur Vermeidung solcher Wortgefechte sollte gutes Community Management unbedingt zu Ihrer Social-Media-Strategie gehören.

#h2#Wer ist die Community?#h2#

Ihre Community ist die Gemeinschaft Ihrer Kunden, Fans, User – und Bewerber. Also die Ganzheit derer, die sich für Sie, Ihre Marke, Ihre Produkte oder Ihr Unternehmen interessieren, diese nutzen und diesbezüglich mit Ihnen, aber auch untereinander, kommunizieren wollen. Die Community möchte in sozialen Netzwerken diskutieren, kommentieren, kritisieren, unterhalten und informiert, versorgt und umsorgt werden – und manchmal auch einfach nur motzen und hetzen.
Natürlich tickt jede Community anders. Auf einem Reiseportal geht es vermutlich weniger polemisch zu als auf einer Nachrichtenseite, die zu tagespolitischen Themen Stellung bezieht. Dennoch, das Internet ist generell nicht als Ort der Samthandschuhe bekannt. Spätestens dann, wenn die Community – ob nun berechtigt oder nicht und in welcher Art auch immer – Unzufriedenheit äußert, wird Community Management zum unverzichtbaren Bestandteil des Online-Marketings. 

#h2#Was ist Community Management?#h2#

Community Manager sind Moderatoren und Mediatoren, sie überblicken und leiten in sozialen Netzwerken die Kommunikation zwischen Unternehmen und Community sowie innerhalb der Community. Sie kennen die Wünsche und sprechen die Sprache der Zielgruppe, gehen auf deren Anliegen ein, sie ermutigen zu Diskussion und Interkation, entschärfen und deeskalieren, sie würdigen engagierte Usern und weisen die ausfallenden, wenn nötig, in die Schranken. Dabei sind sie zum einen Repräsentanten auf den firmeneigenen Kanälen, zum anderen aber auch Botschafter in fremden Foren. 

Björn Remiszewski

522 Leser