Employour ist jetzt Teil von TERRITORY EMBRACE

Sie werden gleich auf unsere neue Website weitergeleitet.

Sollte die Weiterleitung nicht automatisch erfolgen, klicken Sie hier.

Territory-embrace
Header-Image

Arbeitgebermarke

15. Oktober 2015 -
Blogeintrag-Teaser-Image

Am besten stellt man sich die Arbeitgebermarke als eine kleine Ansammlung von Bildern aus einer Collage vor. Ein bunter Mix aus Bildern, der alle Facetten der Arbeitskultur und Eigenschaften als Arbeitgeber einer Unternehmensmarke abbildet.


Wie jede Marke, zeichnet sich eine Arbeitgebermarke im Bestfall durch ein einheitliches Design aus, an dem man sie immer erkennt. Bleiben wir bei der Collage: Jedes Bild kann einen eigenen Rahmen haben, in einem ähnlichen Farbstil gehalten sein oder wiederkehrende Bildelemente enthalten. All diese Elemente und noch viele mehr sind Bestandteil der Corporate Identity, heißt, sie sollten sich aus den Werten und Alleinstellungsmerkmalen ableiten, für die das Unternehmen steht und die es den Kunden, Bewerbern und bestehenden Mitarbeitern vermitteln möchte.

Was früher nur eine Uniform war, ist heute ein ganzes Design: Die corporate identity unterstützt die Arbeitgebermarke.
Was früher nur eine Uniform war, ist heute ein ganzes Design: Die corporate identity unterstützt die Arbeitgebermarke.

Je nachdem, ob das gut oder schlecht gelingt, entsteht so ein positiver oder auch negativer Eindruck vom Unternehmen bei diesen drei Adressaten, welche sich darüber austauschen. Dieser Austausch bildet letztlich das Arbeitgeberimage. Heutzutage wird das Image einer Marke jedoch nicht nur im persönlichen Austausch oder durch die Presse vermittelt, sondern auch auf zahlreichen Bewertungsportalen im Internet gebildet und dokumentiert.


Gerade das Erleben der Arbeitgebermarke steht nämlich im Fokus. So wie ein Kunde von den eigenen Leistungen oder Produkten überzeugt werden will, muss auch der potentielle Bewerber davon überzeugt werden, dass man ein guter Arbeitgeber ist. Seine Candidate Experience muss sich im Verlauf der Bewerbung positiv entwickeln.

Bewertungsportale sind beliebt und weder aus dem Netz noch aus dem Arbeitgeberimage wegzudenken.
Bewertungsportale sind beliebt und weder aus dem Netz noch aus dem Arbeitgeberimage wegzudenken.

Stellenanzeigen, in denen von „jungen, dynamischen Teams“ und einer „angenehmen Arbeitsatmosphäre“ gesprochen wird, reichen da nicht mehr aus. Um die eigene Arbeitgebermarke auszubauen sind umfangreichere Maßnahmen vonnöten, als sie das Personalmarketing bis vor einigen Jahren noch für ausreichend hielt. Informative Karriereseiten im Netz, ein userfreundliches Bewerbermanagementsystem, Einblicke ins Unternehmen via Social Media; alles Maßnahmen, die letztlich unter dem Begriff des Employer Branding zusammengefasst werden und – wie man schnell feststellt, wenn man es ernst meint – ein Zusammenspiel von IT, Marketing und Personalabteilung verlangen.

Ein schönes Beispiel, seine Produkte zu nutzen, um seine Arbeitgebermarke bei der Zielgruppe zu positionieren. (Quelle: IKEA-Katalog 2016 - Deutschland)
Ein schönes Beispiel, seine Produkte zu nutzen, um seine Arbeitgebermarke bei der Zielgruppe zu positionieren. (Quelle: IKEA-Katalog 2016 - Deutschland)

IKEA hat es sehr schön vorgemacht und sich selbst als Arbeitgeber direkt in seinen Produkten verewigt. Im Katalog veraten Mitarbeiter, was Sie an ihrem Arbeitgeber schätzen. In Australien wurden sogar Anleitungen zur Bewerbung bei IKEA im Stil der berühmt-berüchtigten Montageanleitungen den Produkten beigelegt. Dieses Beispiel zeugt nicht nur von Witz in der hiesigen Personalabteilung, sondern auch davon, dass man erkannt hat, dass Kunden und Bewerber keine klar getrennten Zielgruppen sind.

Wir merken uns: Eine starke Arbeitgebermarke ist heutzutage notwendig, um potentielle Mitarbeiter anzusprechen und für sich gewinnen zu können. Diese muss jedoch, wie jede andere Form einer Marke, aufgebaut und sichtbar gemacht werden. Vorhandene Potentiale der eigenen Unternehmens- und Produktmarken fürs Personalmarketing zu erkennen und zu nutzen, ist dabei ein Schlüssel zum Erfolg.

 Titelbild: Robert Churchill/Thinkstock