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Studie: Für 79,8% der Studenten ist Facebook privat

14. Juli 2015 -
Studie: Für 79,8% der Studenten ist Facebook privat

Ohne Facebook-Seite geht im Personalmarketing bald kaum noch was – oder? Wollen Studenten eigentlich wirklich zwischen Geburtstagsgrüßen und Urlaubsbildern mit Karrierechancen konfrontiert werden? Bei der alljährlichen Tour durch Deutschlands Hochschulen haben wir von meinpraktikum.de eine Umfrage unter den Studenten durchgeführt, um direkt aus der Zielgruppe zu hören, was sie von Unternehmensauftritten bei Facebook hält. Rund 700 Studenten der unterschiedlichsten Fachrichtungen waren an der Befragung beteiligt.




Grafik Facebook 1
Grafik Facebook 1

79,8 Prozent nutzen Facebook nur für private Zwecke. Gerade mal rund 20 Prozent der befragten Studenten nutzen das Netzwerk auch dafür, Informationen über Jobs und Unternehmen zu bekommen. Facebook ist also für die Hochschüler eindeutig Freizeit.


Dennoch: 54 Prozent folgen mindestens einem Unternehmen auf Facebook. Wie lässt sich diese Diskrepanz erklären? Bei der Befragung haben wir festgestellt, dass viele Studenten unsicher waren, ob sie Fan eines Unternehmens sind oder nicht. Wahrgenommen werden die Posts im sozialen Netzwerk aber anscheinend trotzdem:



Grafik Facebook 2
Grafik Facebook 2

62,5 Prozent fühlen sich von Aktivitäten der Unternehmen auf Facebook gestört.

Was heißt das also konkret für eine gelungene Personalmarketing-Strategie? Sollte man also doch auf Facebook verzichten? Nein, denn wie man sieht folgt der Großteil der Studenten mindestens einem Unternehmen und nimmt auch dessen Updates wahr. Nicht auf Facebook präsent zu sein, ist also der falsche Schritt, es geht nicht um das ob, sondern um das wie. Der Erfolgsfaktor basiert auf zwei Elementen: Emotionalität und Mehrwert.


Da Facebook als privates Umfeld angesehen wird, ist es besonders wichtig, diese lockere freizeitliche Atmosphäre mit seinen Karriere-Updates nicht zu stören. Bilder von der Firmenfeier, ein lustiger Spruch passend zur neuesten Stellenausschreibung – Facebook-Nutzer folgen einer Marke nicht hauptsächlich wegen ihres Informationsgehalts, das „Gefällt mir“ ist als öffentliches Statement zu verstehen. Es heißt buchstäblich „Das, was dieses Unternehmen repräsentiert, finde ich gut“.



Grafik Facebook 3
Grafik Facebook 3

Dabei verschwimmt auch oft die Grenze zwischen Arbeitgebermarke und der Produktwelt. Erliegen Sie nicht dem Trugschluss, dass jeder, der ihrer Facebook-Seite folgt zwangsweise bei ihnen angestellt werden möchte. Gerade bei Unternehmensaccounts, die sich nicht nur auf das Thema Karriere beziehen, werden Studenten sich eher zu Ihren Produkten positionieren als zu Ihnen als Arbeitgeber.


Trotzdem oder gerade deswegen ist Facebook ein geeigneter Ort, um auf Ihre Arbeitgebermarke aufmerksam zu machen. Mit dem richtigen Ton, sympathischen Bildern und einer guten Portion Humor können sie Fans Ihrer Produktwelt zu möglichen Bewerbern machen. Achten Sie immer darauf, die „private“ Stimmung auf Facebook nicht durch Werbebildchen zu stören. Bieten Sie Ihren Nutzern einen Mehrwert mit Spaß, so bleibt ihr Karriere-Event oder die neue Stellenanzeige in guter Erinnerung.