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Was erwartet das Personalmarketing 2015?

15. Juli 2015 -
Was erwartet das Personalmarketing 2015?

Bereits zum dritten Mal wünscht Mats Ihnen und Ihren Kollegen ein frohes und erfolgreiches neues Jahr! Wir hoffen, auch Sie hatten einen entspannten Jahresausklang und viele Ideen und Pläne, die Sie 2015 umsetzen möchten – schließlich gibt es viel in der HR-Welt zu tun. Was sind die größten Baustellen im Personalmarketing, was blieb vom letzten Jahr liegen und welche Themen muss man 2015 im Blick haben? Mats weiß es und gibt Ihnen ein paar Denkanstöße.


Der Mindestlohn und seine Konsequenzen

Seit knapp einer Woche gilt er, der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde. Doch wie man in den Medien durchgehend lesen kann, kommt er nicht ohne Diskussionen um Geltungsbereiche sowie Sorge um Klein- und mittelständische Unternehmen, die wegen ihm mit ansteigenden Personalkosten zu kämpfen haben. Oder nur jammern möchten, wie auch immer.


Spätestens jetzt sollte eigentlich auch jeder schon wissen, ob er den Mindestlohn erhält, falls er bisher weniger Lohn erhalten hat, und wer von den neuen Bestimmungen nicht erfasst wird. Das ist leider oftmals noch nicht der Fall. Auch bei uns wird vermehrt nachgefragt, ob wir die Situation für Praktikanten und Auszubildenden erklären können. Festeht, der Mindestlohn lässt sich sicherlich nicht in zwei Wochen abarbeiten und wird ein wichtiges Thema für uns sein. Eine Sache ist für uns jedenfalls klar: Im Hinblick auf spätere Perspektiven sind gut ausgebildete Fachkräfte mehr wert als der Mindestlohn.


Von der Uni in den Job durch geschicktes Hochschulmarketing

Hochschulabsolventen sind heißt begehrte Arbeitskräfte. Und es gibt sie zahlreich, denn von Jahr zu Jahr machen mehr Studierende ihren Abschluss und sind damit bereit für den Arbeitsmarkt. Während in den USA oder China die frühe Adressierung zukünftiger Arbeitskräfte vor Ort an der Uni schon längst zum Standard geworden sind, stellen entsprechende Bemühungen in Deutschland noch eine Seltenheit dar.


Dennoch gewinnt das Thema mehr und mehr an Bedeutung für die heimischen Unternehmen. Mit Karista.de bieten wir Unternehmen bereits jetzt eine effektive Möglichkeit an, sich online bei der Zielgruppe zu positionieren, doch wie sieht das heutige Hochschulmarketing in Deutschland offline aus? Wie kann es sich weiterentwickeln, welche Möglichkeiten gilt es auszuschöpfen? Diesen Fragen möchten wir im nächsten Jahr mit Ihnen zusammen nachgehen.


2015 – Das Jahr der Kandidaten!

Das Jahr 2014 stand dank dem Recrutainer Jo Diercks ganz im Zeichen der Berufsorientierung. Was als Blogparade anfing, lässt sich jetzt schon als Reader mit ganzen 45 Beiträgenbeschreiben. Eine stolze Summe. Wir hoffen, dass die Blogparade den ein oder anderen Denkanstoß bei Lesern und auch Autoren selber gegeben hat, sich nicht nur auszutauschen (was – das wird jeder bestätigen – wichtig ist!), sondern auch Taten folgen zu lassen, Schülern wie auch Studenten und bereits in der Ausbildung befindlichen Lehrlingen bei der persönlichen Berufsorientierung so viel Hilfe wie möglich zukommen zu lassen.


Das neue Jahr bringt aber nun ein neues Thema. Mit der Berufsorientierung beginnt eine spannende Zeit für die heranwachsende Generation, markiert sie schließlich in den meisten Fällen den ersten Schritt in die „Welt der Erwachsenen“. Hat die Orientierung die ersten interessanten Berufswege zutage befördert und werden die ersten Bewerbungen verschickt, sind aus den Mitarbeitern von Morgen die Kandidaten entstanden. Und wo 2014 bereits das Thema Candidate Experience sehr heiß diskutiert wurde, wird es 2015 nochmals so richtig in den Fokus gerückt. Was wollen Bewerber? Was brauchen Bewerber? Welche Möglichkeiten sollten wir dringend nutzen, um Recruitingprozesse für uns nicht nur gewinnbringend, sondern auch für Bewerber und zukünftige Mitarbeiter zufriedenstellend zu gestalten – und welches Verhalten sollten wir uns schleunigst abgewöhnen?


Steve Boese schrieb in seinem Blog: „ I think treating candidates respectfully, professionally, and communicating the status of any of their applications in a timely manner is important, and basic. Everyone should do this. I think spending any more time on ‚experience‘ beyond ensuring those elements are in place is likely a less than optimal use of any organization’s time and resources.“


Wenn die Realität jedoch noch immer so aussieht, dass gerade mal ein Fünftel der Bewerber sich von Stellenausschreibungen gut informiert fühlt, bei knapp der Hälfte der Personaler Besetzungsverfahren drei bis sechs Monate dauern und nur die wenigsten Unternehmen überhaupt wissen, wie Bewerber sich im Recruitingprozess betreut fühlen, meinen wir: Das Thema ist noch lange nicht vom Tisch!


Online-Recruiting – aus der Technik alles herauskitzeln

Ebenso wenig wie das Thema Candidate Experience darf dieses Jahr auch die technische Seite der Personalarbeit nicht zu kurz kommen. Zwar hat inzwischen jeder nun mindestens schon einmal über Twitter und Facebook und Youtube als mögliche Tools fürs Personalmarketing und Employer Branding gelesen (oder geschrieben), doch sind das die einzigen Social Media-Kanäle im Netz? Mitnichten. SnapChat, Vine, Tinder, Ello – die Zeit steht nicht still und an die Seite der „großen“ Kanäle gesellen sich immer mehr Apps und Dienste, die kreativ angewandt ebenfalls ihren Teil dazu beitragen können, die Unternehmensmarke dorthin zu transportieren, wo sie ankommen soll: Bei den potentiellen Arbeitskollegen von morgen.


Und wie sieht ihre Karrierewebsite aus? Haben Sie überhaupt eine? Findet man Sie bei Google? Findet man Sie ohne Probleme mobil? Nutzen Sie das Jahr um das Beste aus ihrem Unternehmen als Arbeitgeber zu machen. Ein Vorschlag als guter Vorsatz: Machen Sie es mindestens besser als in diesem Fall ;)


Bild: Stockbyte/Thinkstock