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Instagram – oder: Was Fotos aus der Kantine für Ihr Personalmarketing bedeuten

14. Juli 2015 -
Instagram – oder: Was Fotos aus der Kantine für Ihr Personalmarketing bedeuten

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, was der Praktikant da macht, der immer sein Essen mit dem Smartphone fotografiert? Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich groß, dass er es in ein soziales Netzwerk hochlädt oder auf neudeutsch: Instagramt. Der Fotodienst Instagram ist vielen seit dem Milliardendeal mit Facebook ein Begriff, ausprobiert haben es aber nur wenige und für das Personalmarketing nutzt es sowieso kaum jemand. Warum eigentlich?


90 Millionen Menschen benutzen die Applikation weltweit jeden Monat. Im Grunde ist es eine Art Online-Fotoalbum mit einfach zu benutzenden Foto-Filtern, das für die ganze Welt zugänglich ist. Bild machen, mit einem Klick einen schicken Filter drüberlegen, hochladen. Ziemlich wahrscheinlich, dass also auch schon Ihr Unternehmen in den Bildern einen Auftritt hatte. Haben Sie schon mal nachgeschaut? Wenn nicht, geben Sie doch einfach mal aufhttp://statigr.am/ oder http://web.stagram.com/ Ihren Unternehmensnamen in die Suche ein.


Natürlich spielen neue Outfits, interessante Alltäglichkeiten und Essen die Hauptrollen auf Instagram. Aber auch Suchbegriffe wie „officeparty“, „job“ und „arbeitskollegen“ haben einige Treffer. Besonders die Zielgruppe der 18-29-Jährigen nutzt den Dienst und bezieht so natürlich auch das Arbeitsleben mit in die Fotografier-Laune mit ein. Also, die Nachwuchskräfte, die gerade jeder erreichen will. Schöne kostenlose Werbung für Sie als Arbeitgeber – wenn es denn funktioniert.


Bilder von netten Kollegen, von Spaß bei der Arbeit, von einer Aufmerksamkeit zum Geburtstag, vom Firmenausflug, all das trägt unwillkürlich zu Ihrer Arbeitgebermarke bei. Genauso sieht es aber auch mit tristen Büros und unangenehmen Aufgaben aus, Hashtags wie „boringworkday“ oder „arbeitnervt“ können eher schaden.


Wie könnte denn Employer Branding auf Instagram aussehen? Einige US-amerikanische Arbeitgeber machen es vor, allen voran Starbucks und Marriott. Statt das Produkt einfach mal die Mitarbeiter in den Vordergrund stellen – ganz authentisch. Wie sie Kaffee schlürfen oder Spaß bei der Arbeit haben. Weitere sympathische Beispiele sind Yelp und Bluejeansnet.


In Deutschland davon keine Spur. Schaut man sich z.B. das Stichwort „Ausbildung“ an, sieht man auf den ersten Blick: Hier instagramen hauptsächlich die Azubis, vom Personalmarketing inszenierte Bilder – keine Spur. Und dabei zeigt die junge Generation schon ziemlich gut, wie man seinen Arbeitgeber interessant machen kann. Das Team der Berliner Wasserbetriebe auf der Connecticum zum Beispiel oder die Geburtstagsüberraschung von Arbeitskollegen bei EDEKA.




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Ein Instagram-Channel kann ganz einfach eine gute Arbeitsatmosphäre portraitieren und das ohne großen Aufwand. Es braucht allein einen Mitarbeiter mit Smartphone und ein wenig Gespür für die Zielgruppe – oder einfach genügend motivierte Nachwuchskräfte, die fleißig Fotos machen. Um das ein bisschen praktisch zu testen, haben wir mit Ausbildung.de auch jetzt einen Instagram-Kanal für Bilder aus dem Büroalltag. Also, lesen Sie noch oder machen Sie schon Fotos?