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Personalmarketing

Es gibt Mitarbeiter, die sind so wichtig, dass man sie nie wieder verlieren möchte. Und es gibt Bewerber und Studenten, die man um jeden Preis zu solchen Mitarbeitern machen möchte. Für beide Fälle braucht jedes Unternehmen funktionierendes Personalmarketing. Die Maßnahmen sollten qualifiziertes Personal sichern und gleichzeitig in Einklang mit der Unternehmenskultur stehen. Die eigene Arbeitgebermarke wird so nicht nur erfolgreich verbreitet, sondern bildet sich im Idealfall auch dadurch weiter aus. Hier im Employour Blog wollen wir unsere Erfahrungen im Personalmarketing teilen und mit Ihnen diskutieren.
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azubi.report 2016: Stimmen aus der Berufsschule

Was ist deutschen Azubis bei der Wahl des Ausbildungsberufs wichtig? Wie schwierig ist es für sie, eine Lehrstelle zu finden? Und wie zufrieden sind sie eigentlich? Unser azubi.report 2016 hat die Antworten von 2.180 Azubis parat. Mit unserer zweiten großen Studie zur Situation von Auszubildenden in Deutschland gingen wir aber noch einen Schritt weiter. Diesmal haben wir auch die Lehrkräfte aus den Berufsschulen befragt, wie sie die aktuelle Ausbildungssituation einschätzen. Heraus kamen 23 Interviews, deren Ergebnisse wir ebenfalls in den Report eingebunden haben.



#h2#Zeit ist Geld#h2#

Zwei Aussagen der Berufsschullehrer sind dabei besonders interessant: Über die Hälfte der Lehrkräfte sagten aus, dass Schüler nicht ausreichen auf die Berufswelt vorbereitet werden. Die Ursache liege dabei vor allem in den Lehrplänen, denn Schüler erhalten nur unzureichend berufsvorbereitende Maßnahmen. Gerade das Schreiben von Bewerbungen und über sich selbst muss dabei stärker in den Fokus rücken. Auch an der mangelnden Praxiserfahrung sollte laut den Lehrkräften gearbeitet werden. Zwar absolvieren die meisten Schüler im Laufe ihrer Schulzeit immerhin mindestens ein zweiwöchiges Pflichtpraktikum; mehr Praxiserfahrung würde jedoch auch die oft von der Realität abweichenden Vorstellungen und Erwartungen der Schüler an ihre Wunschberufe relativieren.


Das würde im Umkehrschluss jedoch auch bedeuten, dass Abstriche in den Lehrplänen gemacht werden müssen, um Freiraum für weitere „Praxisphasen“ zu schaffen, was die meisten Schulen wahrscheinlich ablehnen. Bildungsreformen wie das in fast allen Bundesländern eingeführte Zentralabitur oder die Kürzung der Schulzeit aka G8 zeigen, dass das Motto der deutschen Bildungslandschaft zwar „Bildung und Forschung ist der Schlüssel“ ist, aber dennoch nach der Devise „Zeit ist Geld“ gearbeitet wird. Schüler und Schülerinnen haben immer weniger Zeit ihren Lernstoff zu verinnerlichen, haben das Gefühl nur für ihre Klassenarbeiten zu lernen und bleiben am Ende orientierungslos.


#h2#Ein Defizit in den Schulen, eine Chance für Unternehmen?#h2#

Fast alle Lehrkräfte bestätigen das und sind überzeugt, dass die wenigsten Schüler konkrete Vorstellungen davon haben, was im Arbeitsalltag auf sie zukommt. Zum Großteil, weil sich die Schüler auf die Angaben in Stellenbeschreibungen schlichtweg „verlassen“. Doch wir wissen alle, dass es mit der Authentizität in Stellenanzeigen so eine Sache ist. Diese Problematik betrifft nicht nur Schüler ;) Gerade deswegen sollten Unternehmen die Chance nutzen, auch weitergehende Informationen über sich als Ausbildungsstätte und den Arbeitsalltag ihrer Azubis bereitzustellen. Das hilft, Klarheit bei den Schülern zu schaffen und wird langfristig auch die Anzahl der Abbrecher aufgrund nicht erfüllter Erwartungen (im Fall unserer Studie für 40,7 % der Befragten der Hauptgrund, die Ausbildung vorzeitig zu beenden) reduzieren.


Die Mittel dafür sind schließlich gegeben: Internetauftritte, Unternehmensprofile, mobile Maßnahmen, die Instrumentarien werden seit Jahren von der Personalszene durchgekaut – nicht nur von uns. Mit unserer Studie zeigen wir aber noch einmal mehr die Grundprobleme auf, mit denen sich Schüler bei der Berufsorientierung durchgehend konfrontiert sehen und geben Ihnen damit die Hinweise, die sie brauchen, um ihre Inhalte an den Bedürfnissen ihrer Zielgruppe besser ausrichten zu können.


Mehr Infos zum azubi.report 2016 können Sie beim Kollegen Gero Hesse im saatkorn. nachlesen, oder Sie laden sich den azubi.report einfach direkt aus unserem Newsroom herunter. 


Bildquelle: CC0 by Dawid Małecki

Jan-Gerrit Meyer

331 Leser

Den Geist wahren – Warum sich die Installation eines Feelgoodmanagers lohnt

Am Anfang ist alles noch ganz easy: Ein kleines Büro, drei zusammengeschobene Tische, eine Handvoll Mitarbeiter. Es geht freundschaftlich, ja fast schon familiär zu. Alles cool, alles ganz zwanglos. Aber dann wächst die Firma, die Belegschaft wird größer. Bald gibt es die ersten Konflikte, und professionelle Strukturen halten Einzug in den vor kurzem noch so entspannten Arbeitsalltag. Der Sprung vom Start-Up zum „richtigen“ Unternehmen ist erstrebenswert, aber ebenso tückisch – besonders, was den Erhalt der Unternehmenskultur betrifft, wenn plötzlich aus 10 Mitarbeitern 100 geworden sind. Wie also den Spirit bewahren, während das Unternehmen auf der Überholspur erwachsen wird? Vielleicht, indem man einen Posten schafft, der einzig dafür verantwortlich ist, die besondere Stimmung aufrecht zu erhalten und für den nötigen Rock ‘n‘ Roll zu sorgen: Der Feelgoodmanager. 

#h2#Fußballtrainer, Therapeut, Barkeeper – Was ein Feelgoodmanager macht#h2#

Ein Feelgoodmanager ist kein Krankenhausclown, der mit Konfetti in den Taschen durch die Flure tanzt und den Elenden ein gezwungenes Lächeln entlockt. Er ist vielmehr eine Mischung aus Vertrauensperson und Eventmanager. Seine Aufgabe ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich die Mitarbeiter wohlfühlen. Dafür braucht er das offene Ohr eines Barkeepers, die Sensibilität eines Therapeuten und den Einfallsreichtum eines Fußballtrainers. Er ist der Ansprechpartner bei allen Sorgen und Nöten der Mitarbeiter – manchmal auch jenen, die über den Job hinausgehen – und hält die Motivation aufrecht.

Dazu führt er viele Einzelgespräche und richtet vielleicht auch einen anonymen Kummerkasten ein. Er vermittelt bei Konflikten zwischen den Kollegen, den Abteilungen, aber auch zwischen Führungsstab und Belegschaft. Sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Mitarbeiter orientierend, organisiert er Teamevents vom gemeinsamen Frühstück über Lasertag bis zur Weihnachtsparty. Er gestaltet außerdem On- und Offboardingprozesse und führt Feedbackgespräche. Er ist sich zudem auch nicht zu schade, im Supermarkt nebenan ein paar Bananen zu besorgen, wenn der Obst-for-free-Korb leer ist.

#h2#Nicht jeder kickert gerne  Warum ein Feelgoodmanager Sinn macht#h2#

Mittlerweile dürfte bei fast allen Unternehmen angekommen sein, dass Google’sche Mitarbeiterbindungs-Konzepte wahre Wunder wirken können. Dass die allein aber nicht ausreichen, um für eine gute Stimmung im Unternehmen zu sorgen, hat neulich schon Kollegin Leonie festgestellt. Mit Sicherheit gibt es auch bei Ihnen Teamevents und ein sympathisches Angebot an Möglichkeiten zur Mittagspausengestaltung. Aber sind wirklich alle davon begeistert? Was ist mit den Mitarbeitern, die vielleicht nicht darauf stehen, nach Feierabend mit den Kollegen noch ein Bier zu trinken? Die nicht so Bock haben auf Minigolf, Freizeitpark oder was auch immer Sie sich einfallen lassen? Kommen die nicht vielleicht zu kurz?

Björn Remiszewski

399 Leser

Von Schubladen, nackten ITlern und privaten Chats

Warm! Endlich! Auch wenn der April noch immer nicht so richtig weiß, welches Wetter ein Dauerbrenner ist, haben wir diese Woche die ersten Mittagspausen wieder auf unserem Bürodach genossen. Es war uns gegönnt, schließlich haben wir in den letzten Wochen in sämtlichen Abteilungen viele neue Gesichter bei uns begrüßen dürfen und damit unseren internen Ausbau nochmal ein Stück weiter vorangetrieben. Aber nicht nur bei uns ging es „heiß“ her.





#h2#Heiß oder sexistischer Scheiß?#h2#

Sex Sells – so ausgelutscht dieser Spruch ist, so gültig ist er wohl auch noch. Wie Kollege Knabenreich berichtet, möchte dem jetzt Justizminister Heiko Maas einen Riegel vorschieben und sexistische Werbung verbieten. Interessant, wenn man sich in dem Zusammenhang die neue Personalmarketingkampagne vom IT-Jobboard Dice ansieht. Denn hier wird auf nackte Haut gesetzt, um „heiße“ Jobs zu bewerben. Schaut man sich die Fotos jedoch genauer an, kann man durchaus die Frage stellen, ob man diese überhaupt als „sexistisch“ bezeichnen kann – zumindest in der Form, wie wir den Begriff heutzutage verwenden. Oder ob mittels der Motive nackter Männer und gut gekleideter Frauen mit dem heutigen Sexismus-Begriff nicht einfach gespielt wird.

 

#h2#Private Internetnutzung im Büro: Ist es nicht erlaubt, ist es verboten#h2#

In vielen Betrieben ist es üblich, dass die private Internetnutzung verboten oder zumindest eingeschränkt ist. Dann dürfen auch der Mailverkehr und Protokolldaten, zum Beispiel Browserverläufe, stichprobenartig überprüft werden. Doch wie ist es, wenn die Internetnutzung gänzlich erlaubt ist? Zu dieser und mehr Fragen hat sich Rechtsanwältin Rebecca Fischer bei Haufe geäußert. Interessant: In letzterem Fall wird das Unternehmen juristisch als Dienstanbieter im Sinne des Telemediengesetzes behandelt wird. Und als solcher muss es die ausdrückliche Erlaubnis des Arbeitnehmers besitzen, um Kontrollen durchzuführen, ansonsten darf dieser auf Verletzung des Fernmeldegeheimnisses klagen.


Das liest sich zunächst alles recht uninteressant, wird aber gerade für Startups relevant sein, welche häufig die Internetnutzung der Einfachheit halber offenstellt.

 

#h2#Generation What? Die große Umfrage#h2#

2013 wurde in Frankreich die große Génération Quoi durchgeführt, eine landesweite Studie unter Schülern, Azubis, Studierenden und Arbeitnehmern mit dem Ziel, das Lebensgefühl der jüngeren Hälfte der Landesbevölkerung zu ermitteln: Was denken sie über die politische Situation im Land, über demografische Veränderung, welche persönlichen Ziele und Werte haben und verfolgen sie?


Jetzt wurde die Studie auf 10 weitere Länder ausgeweitet, um den Blick auf die Welt der jungen Generationen europaweit einzufangen. Uns gefällt die Seite aufgrund der leichten Zugänglichkeit der Ergebnisse, die in Echtzeit abgerufen werden können, sehr gut. Zudem sind die Ergebnisse noch nach Geschlecht, Alter und beruflichem Stand zu filtern. Wussten Sie zum Beispiel, dass nur ca. 3 % der Schülerinnen und Schüler in Deutschland das Gefühl haben, wirklich durch das Bildungssystem auf den Arbeitsmarkt vorbereitet zu werden. Dennoch blicken über 50 % der Befragten optimistisch in die Zukunft. Und auch schön: Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen dürfen am Ende ihre ganz persönliche Generation _________ bezeichnen. Denn eines ist sicher: Die Schublade "Generation Y" ist zu klein für die europäische Jugend.


Photo by Stuart Vivier

Jan-Gerrit Meyer

457 Leser

Talent – Was ist das überhaupt? Und was bedeutet es heute?

Talent – Das ist ein Wort, über das man genauso häufig stolpert, wie man es selber nutzt. Soll man es aber näher definieren, beginnt recht schnell das große Herumdrucksen. Was genau ist Talent? Ist es diese Bevorzugung durch irgendeine höhere Macht, die dafür sorgt, dass die anderen so vieles so viel besser können, während man sich selber in einer Mischung aus Fatalismus und Bequemlichkeit damit abgefunden hat, nur ganz okay zu sein und den vom Schicksal Begünstigteren stets den Vortritt zu lassen? Oder ist Talent nicht vielmehr etwas, das wir alle gleichermaßen besitzen, und nur der Fleiß trennt das Genie vom Gewöhnlichen?

#h2#Wir alle sind multiple Talente#h2#

„Ein Talent ist jemand, der Talent hat.“ Das sagen nicht wir, das sagt der Duden. Und was ist dieses Talent, das man haben muss, um ein Talent zu sein? Ein weiterer Blick in den Duden klärt auf: „Eine Begabung, die jemanden zu ungewöhnlichen bzw. überdurchschnittlichen Leistungen auf einem bestimmten, besonders auf künstlerischem Gebiet befähigt.“ Talent beschreibt also ein vorhandenes Potenzial, um bestimmte Fähigkeiten entwickeln zu können.

Dieses Potenzial aber, und das ist das Wesentliche im ganzen Talent-Mythos, schlummert in jedem von uns. Die Vorstellung, dass dieses Potenzial willkürlich verteilt ist und es ein paar Glückliche gibt, die von Anfang an mit mehr Talent gesegnet wurden, „geborene" Anführer etwa, ist nichts weiter als veraltetes Elitedenken. Bis heute gibt es keinen Beweis dafür, dass besondere Fähigkeiten angeboren, also genetisch bedingt sind. Vielmehr setzt sich mittlerweile die Meinung durch, dass Talent in jedem von uns zu finden ist. Die Frage ist nur, ob es auch tatsächlich gefunden und dann zur vollen Entfaltung gebracht wird.

#h2#Talent = Leistung + Potenzial#h2#

Talente gibt es viele, intellektuelle und nicht-intellektuelle, sportliche und künstlerische, numerische und verbale, soziale und emotionale. Und all diese Talente schlummern, so die weitverbreitete Meinung, in jedem von uns. Um das Talent zur Entfaltung zu bringen, also den Sprung vom reinen Talent zur Koryphäe zu schaffen, gilt es schlichtweg, mehr als andere dafür zu tun, die Grenzen des eigenen Könnens auszuweiten. Vereinfacht gesagt: üben, üben, üben. Denn Talent ist nur die Möglichkeit zur Leistung, nicht die Leistung selbst. Wer als Talent wahrgenommen werden möchte, sollte das vorhandene Potenzial also noch um Ausdauer, Motivation und Leistung ergänzen.

Björn Remiszewski

967 Leser

HR BarCamp 2016 – Willkommen zum Klassentreffen der Personaler

Wenn sich Ende Februar im Ellington Hotel in Berlin Menschen aus den Personalabteilungen Deutschlands für zwei Tage einfinden und gemeinsam über Rockstars, Mitarbeiter als Botschafter und die (un-)beliebtesten Phrasen aus Stellenanzeigen diskutieren, kann das nur heißen: Jannis Tsalikis und Christoph Athanas haben wieder eingeladen. Das mittlerweile 5. HR BarCamp ist über eine Woche her und einige Ideen, Gedanken und auch Fragen sind natürlich hängen geblieben. Zeit also für einen kleinen Rückblick.




Jan-Gerrit Meyer

719 Leser