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Von Feierabendbieren und Apps, die keiner nutzt

28. Juli 2015 -
Von Feierabendbieren und Apps, die keiner nutzt

Wahnsinn! Mit einem besonderen Schmankerl sind wir in die neue Woche gestartet: Laut kununu-Arbeitgeber-Check gehören wir zu den drei Startups mit den besten Bewertungen unserer Mitarbeiter. Das freut uns natürlich sehr, weshalb wir an dieser Stelle gerne einmal Danke sagen möchten. Aber von nichts kommt nichts, denn ein Großteil unserer Stimmung wird einfach auch täglich in den eigenen Reihen produziert. Wir fiebern nicht ohne Grund der nächsten großen Poolparty Anfang August entgegen und bald steht auch unser fünfjähriges Jubiläum an… Wer dazu mehr erfahren will, sollte hier einfach im August wieder reinschauen – oder bewirbt sich ganz schnell bei uns, um noch einen eigenen Platz in unserem Planschbecken zu ergattern ;-)


Eine Tour of Duty it is

Eine gute Arbeitsatmosphäre besteht aber nicht nur aus viele lustigen Erlebnissen im Büro, verquatschten Mittagspausen und einem Feierabendbier. Sie besticht vor allem durch das Bewusstsein, dass man trotz allem zusammen ist, um zusammen zu arbeiten. Klar, wir verbringen hier alle viel Zeit miteinander und dabei können durchaus Freundschaften entstehen – oder mehr...


Dennoch ist Blut dicker als Wasser und wir müssen LinkedIn-Gründer und Unternehmer Reid Hoffman Recht geben: Anders als Verwandtschaften halten Arbeitsverhältnisse kein Leben lang. Also sollten wir beides, Familie und Kollegium, auch nicht durcheinanderbringen – wenn man nicht gerade in einem Familienunternehmen arbeitet. Dies kann zu einer Erwartungshaltung führen, welcher weder Arbeitnehmer noch -geber bereit sein sollten beizugeben. Lässt man solche Phrasen fallen, kommt man der lang ersehnten Authentizität auch nochmal ein gutes Stück näher. Denken wir an dieser Stelle nochmals an die Rennbahnmetapher von neulich: Letztlich ist jeder im Betrieb alleine auf seiner persönlichen Karrierestrecke. Und die steht nun mal nicht zuhause im Garten.


Warum Mobile Recruiting nichts mit Jobapps zu tun haben sollte

Welche Apps haben Sie auf ihrem Smartphone und wie oft benutzen Sie diese? Wir haben bei uns ein bisschen nachgehakt und festgestellt: Es sind eigentlich immer dieselben. Ob Messenger-Dienst, Musikprogramm oder Fahrplanauskunft. Sie sind alle täglich im Gebrauch. Schließlich befriedigen sie auch Bedürfnisse des Alltags: Wir kommunizieren täglich mit Freunden, Kollegen und der Familie, hören unterwegs Musik oder am Bahnhof, während wir die nächstbeste Verbindung raussuchen.


Dann gibt es da natürlich noch eine Reihe von Apps, die wir mal installiert haben, aber seltener verwenden. Den Einkaufszettel fürs Handy zum Beispiel, weil wir doch fast täglich einfach „noch schnell in den Laden springen“ und dadurch den Monat über wieder nur spontane Einkäufe getätigt haben. Oder das Rätselspiel für die Bahn, für das wir aber keine Sterne mehr zum Spielen übrig haben und auch keine gegen Echtgeld kaufen möchten.


Achja, dann sind da ja auch noch die im Trend liegenden Datingapps, die inzwischen auch jeder kennt und von vielen genutzt werden. Nur hier im Büro scheinbar nicht so oft, was aber auch daran liegen könnte, dass hier vermehrt die Hochzeitsglocken klingeln… ;-)


Was man wahrscheinlich auf nur sehr wenigen Smartphones finden wird, sind Apps zu den Themen Jobsuche und Karriere. Deren Nutzer dürften im Grunde nur diejenigen sein, die an der Entwicklung beteiligt waren und getestet haben, ob die App funktioniert wie sie soll. Und danach vergessen haben, sie wieder zu entfernen. Letztlich brauchen sie die App ja auch nicht, wenn sie diese entwickelt haben, sie haben ja schon einen Job.


Apps sind Helfer für den täglichen Bedarf. Immer zur Stelle, wenn wir sie für die Dinge, die wir häufig machen, gebrauchen können. Eine Jobsuche, sind wir mal ehrlich, kann niemand wirklich gebrauchen. Sie ist lästig. Oft mühselig. Konfrontiert viele Leute mit Zukunftsfragen, über die sie oft nur ungern nachdenken. Oder löst Minderwertigkeitskomplexe aus, da man sich mal wieder unterqualifiziert fühlt beim Anblick des eigenen Lebenslaufs.


Warum sollten wir also eine App nutzen für eine Sache, von der wir froh sind, wenn wir sie schnellstmöglich abgeschlossen haben? Von unterwegs bewerben würden wir sowieso nur in den wenigsten Fällen. Warum also statt einer Karriereapp nicht einfach die eigene Karriereseite mobil optimieren? Die sind sowieso eine der ersten Anlaufstellen der meisten Berufseinsteiger, wenn es um die Wahl der ersten Anstellung geht. Und wie Stefan Scheller in seinem Beitrag zum Thema genau richtig beschreibt, bringt die schönste App nichts, wenn man am Ende doch wieder ein Onlineformular ausfüllen und eine Mail mit Anhang durch die Gegend jagen muss.


Sollten Sie also die Idee haben, eventuell zwischen einer neuen mobiloptimierten Karrierepage oder einer günstigeren App zu entscheiden, treffen Sie bitte die richtige Entscheidung und gehen mit der Zielgruppe. Und die werden Sie eher im Netz treffen als im Appstore ihres Vertrauens.